Der eigene Waschnussbaum

Wer möchte ihn nicht haben, einen eigenen Waschnussbaum. Das Waschmittel für die nächste Wäsche wird einfach schnell vorher im Garte geerntet, kostet nichts und wächst wieder nach. Das muss kein Traum bleiben, denn es kann tatsächlich funktionieren.

Am wichtigsten für die gelungene Aufzucht eines eigenen Waschnussbaums ist das richtige Klima. Der Waschnussbaum wächst vornehmlich in Asien, Indien, im Nepal und in Pakistan. Allen diesen Ländern ist gemeinsam, dass viele ein (sub-)tropisches Klima haben, d.h. die Durchschnittstemperatur ist deutlich wärmer als in Mitteleuropa, im Sommer regnet es so gut wie. Im Winter kann es aber auch Tage mit Frost geben.

Um sicherzustellen, dass der Samen des Waschnussbaumes keimt, empfiehlt es sich, den Samen vor dem Aussähen etwa einen Tag lang in kaltes bis lauwarmes Wasser zu legen. Anschließend wird der Samen direkt in den Boden oder zunächst in einen Blumentopf ausgesät. Ausgezeichnet geeignet sind auch Palmentöpfe, zu denen der Waschnusssamen bei ausreichend Platz gepflanzt werden kann. Damit hat der Waschnusssamen von vorneherein einen geeigneten Boden.

Nach dem Aussähen kann frühestens nach etwa 10 Tagen mit einer Keimung gerechnet werden. Wie andere hartschalige Samen kann es aber auch einmal etwas länger dauern. Auch etwa Palmen brauchen mehrere Wochen um zu keimen.

Um den Keimungsprozess zu beschleunigen kann man der Erde auch etwas nährstoffarmes Substrat oder mikrobiologische Beschleuniger beigeben.

In den ersten beiden Jahren der Aufzucht sollte viel Wert auf das richtige Klima gelegt werden. Oft empfiehlt es sich, die Pflanze noch nicht gleich in den Garten zu pflanzen, sondern zunächst an einem sonnigen Standort (z.B. dem Wintergarten oder nahe einem Fenster) zu ziehen. Anschließend kann man die Pflanze langsam an kältere Temperaturen gewöhnen.

Ist die Pflanze erst einmal gediehen, so muss man dem richtigen Gießen besondere Beachtung schenken. Damit auch die Wurzeln genug Wasser erhalten und sich tief im Boden verankern und nicht an der Oberfläche bleiben, sollte man nicht zu oft, dafür aber lange (d.h. mit viel Wasser) gießen.

Aber Achtung bei aller Freude über einen eigenen Waschnussbaum: Mit Früchten am Waschnussbaum ist erst nach etwa 10 Jahren zu rechnen. Dafür kann er anschließend bis zu 90 Jahre lang geerntet werden.

Schädlinge des Waschnussbaums

Zwar trägt das vom Baum produzierte Saponin sehr dazu bei, Schälinge weitestgehend fernzuhalten. Komplett von Schädlingen verschont bleibt der Waschnussbaum jedoch leider nicht. Insekten die den Waschnussbaumbefallen sind etwa Aulacaspis orientalis, Lecanium tesselatum und Uncinula sapindi.

1 Kommentar to “Der eigene Waschnussbaum”

  • hallo,
    eine ganz toooolle Seite !! Ich bin auch von Waschnüssen begeistert und erst hier habe ich eine so genaue Aufzucht-Information gelesen. Danke :-)
    yo.

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